Über das Projekt
Berlin ist für viele Menschen aus Osteuropa und Zentralasien zu einem neuen Zuhause geworden – viele von ihnen mussten ihre Länder aufgrund von Krieg, Repression und Diskriminierung verlassen.
Für LSBTIQ*-Personen ist Migration oft mit zusätzlichen Herausforderungen verbunden: Isolation, Angst vor Outing und mangelndes Vertrauen in Institutionen.
Dieses Projekt schafft sichere Räume, in denen Menschen sich begegnen, offen sprechen und einander besser verstehen können. Es verbindet Dialog, kulturelle Erfahrungen und praktisches Wissen über das Leben in Deutschland.
Warum das wichtig ist
Viele Teilnehmende erleben:
- Angst, sich an offizielle Stellen zu wenden
- fehlende Informationen über ihre Rechte
- soziale Isolation
- Erfahrungen von Diskriminierung und Druck
Das Projekt reagiert auf diese Herausforderungen, indem es Vertrauen aufbaut und Räume für direkten Austausch schafft.
Was wir tun
Das Projekt vereint verschiedene Formate:
Runde Tische: Dialog über Migration, Identität und Erfahrungen von Ausgrenzung
Museumsbesuche: Auseinandersetzung mit Geschichte, Erinnerung und Gewalt durch Kunst
Leseseminare: Diskussion von Texten zu Trauma, Exil und Widerstand
Vorträge und Workshops: Praktisches Wissen zu Rechten und Unterstützungsangeboten
Treffen mit Institutionen: Direkter Austausch mit Polizei, sozialen Diensten und NGOs
Durchgeführte Veranstaltungen
Im Rahmen des Projekts fanden unter anderem folgende Veranstaltungen statt:
- Alltag in der DDR (Museum in der Kulturbrauerei)
- Die Berliner Mauer: Geschichten, Schicksale, Erinnerung
- Wendepunkte der Geschichte: Wie Deutschland anders hätte sein können
- Legitimität in Deutschland: Warum ist alles so kompliziert?
- Führung im Jüdischen Museum Berlin
- Leseseminar zu Habermas
- Vortrag zum Föderalismus in Deutschland
📘 Materialien
Praktischer Leitfaden: Queere Migrant:innen in Berlin: Navigator zu den wichtigsten Behörden
Im Rahmen des Projekts wurde eine umfassende Broschüre erstellt, die dabei hilft, sich im Unterstützungssystem in Berlin zurechtzufinden.
Sie enthält verlässliche Informationen zu zentralen Institutionen – vom Bürgeramt und LEA bis hin zur Polizei und Antidiskriminierungsstellen – sowie praktische Hinweise zum Umgang mit konkreten Situationen.
Die Broschüre steht zur freien Nutzung und Weitergabe innerhalb der Community zur Verfügung.