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St. Petersburg: Homophober Angreifer zu Freiheitsstrafe verurteilt

veröffentlicht um 11.11.2013, 03:33 von Regina Elsner   [ aktualisiert: 11.11.2013, 03:34 ]
Die Juristen der LGBT-Organisation in St. Petersburg haben einen Schuldspruch für den homophoben Gewalttäter Gleb Lichotkin erreicht. Obwohl so gut wie keine Straßenaktion für Rechte von LGBT ohne Gewalt von homophoben Gegnern abläuft, kommt es äußerst selten zu einer Strafverfolgung der Gewalttäter. 
Der "orthodoxen Aktivisten" Gleb Lichotkin, der während des Regenbogen-Flashmobs 2012 dem Teilnehmer Boris Romanow aus eine Gaspistole beschossen hatte, wurde nun zu einer einjährigen Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt. Darüber hinaus muss er dem Opfer einen den moralischen Schaden in Höhe von 10.000 Rubel (ca. 250 Euro) erstatten. 
"Obwohl das Gericht das Motiv Hass gegen eine soziale Gruppe nicht anerkannt hat, sind wir mit dem Urteil zufrieden. Der Angreifer und seine Unterstützer haben eine Warnung erhalten, dass Gewalt bei einer friedlichen Aktion für die Rechte von LGBT nicht geduldet wird, auch wenn sie von religiösen Motiven angetrieben wurden," kommentierte Dmitrij Bartenev, Anwalt des Opfers, das Urteil. Das volle Urteil wird morgen veröffentlicht, darin findet sich dann auch die Begründung der Gerichtsentscheidung.

Übersetzung: Quarteera e.V.
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