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Russland: Erneut öffentliches Mobbing einer Lehrerin wegen LGBT-unterstützender Engagements

veröffentlicht um 03.11.2013, 10:12 von Regina Elsner

In St. Petersburg kam es zu einem weiteren Vorgehen religiöser Fanatiker gegen eine Lehrerin, die sich gegen die Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender eingesetzt hatte. Die sich als islamisch positionierende Organisation „Dejstvie“ hatte sich bei der Stadtverwaltung Petersburgs über die Lehrerin Elena B. des Gymnasiums Nr. 67 beschwert. Sie war im Rahmen einer Aktion für die Rechte von LGBT von der Polizei verhaftet worden. Im sozialen Netzwerk „Vkontakte“ hatte die Organisation eine Beteiligung an der Verhaftung geleugnet, allerdings erklärt, dass „ein Lehrer einer der besten von uns sein sollte, und nicht einer der besten LGBT-Aktivisten von Schwuchteln und Perversen. Die Eltern haben ein Recht zu wissen, WER ihre Kinder unterrichtet.“ Die Kampagne gegen die Lehrerin wird aktiv durch Homophobe im Internet unterstützt, die Kommentare sprühen vor Hass, Beschimpfungen und Gewaltaufrufen.

Seit Beginn des Jahres ist dies der dritte Fall, der öffentlich bekannt wurde. In allen Fällen des Mobbings gegen die Lehrer hatten die lokalen Organe schließlich den homophoben Fanatikern nachgegeben und die Lehrer wurden gekündigt oder genötigt, selbst zu kündigen.


Übersetzung: Quarteera e.V. 
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