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Russischer Menschenrechtsbeauftragter verwundert durch internationale Kampagne für LGBT-Rechte in Russland

veröffentlicht um 05.08.2013, 01:23 von Regina Elsner
Vertreter des Außenministeriums Russlands haben sich wiederholt gegen die Menschenrechtsorganisationen und Aktivisten in einzelnen Ländern der Welt geäußert, welche eine Kampagne mit Forderungen an die russische Regierung initiiert haben. Sie fordern die Achtung von Menschenrechten und ein Vorgehen gegen LGBT-Diskriminierung. Die Kampagne hatte sich besonders nach der Verabschiedung von den Gesetzen gegen die sogenannte "Propaganda von nichttraditionellen sexuellen Beziehungen" und ein Adoptionsverbot für gleichgeschlechtliche Paare ausgeweitet.
Konstantin Dolgov, Menschenrechtsbeauftragter des Außenministeriums, schreibt auf seiner Homepage, dass die "Ideen der schwedischen Medien und die offensichtlich gesteuerten Aktionen in einigen westlichen Ländern gegen die angeblichen Verletzungen von LGBT-Rechten in Russland Verwunderung hervorrufen." Die Rechte der sexuellen Minderheiten würden zum Maßstab für die Freiheit in einem Land insgesamt genommen.
"Die Gesetze der Russischen Föderation, die die "Freiheitskämpfer" so bewegen, sind ausschließlich zum Schutz der Kinder vor schädlicher Aufzwängung von Informationen. Daran ist auch die Kinderrechte-Konvention orientiert." so Dolgov. Die Gesetze Russlands würden keinerlei Diskriminierung von LGBT-Menschen umfassen, ganz im Gegenteil sei eine jegliche Diskriminierung durch die Verfassung verboten.
"Denjenigen, die so besorgt sind über die Situation der LGBT-Gemeinschaft in Europa und in Russland, empfehlen wir nachdrücklich, keine internationalen Verpflichtungen Russland zu erfinden, wo es sie nicht gibt. In den universellen internationalen Vereinbarungen gibt es das Verständnis von sexueller Orientierung oder Genderidentität nicht. Deswegen treffen die Versuche, die allgemein anerkannten Menschenrechte durch eine Ansammlung an nicht-universellen Werten zu ersetzen, auf die Ablehnung der eindeutigen Mehrheit der Länder und einem großen Kreis der internationalen Gesellschaft." schreibt Dolgov auf seiner Internet-Seite.

http://www.mid.ru/brp_4.nsf/newsline/A557C2F8AA463CC944257BBB006138C3
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