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Moldawien: Gerichtsurteil gegen homophobe "schwarze Liste"

veröffentlicht um 27.02.2013, 23:34 von Regina Elsner   [ aktualisiert: 01.03.2013, 05:37 ]
Die moldawische NGO "GenderDok-M" hat gemeinsam mit einem privaten Kläger einen Gerichtsprozess gegen eine "schwarze Liste" im Internet gewonnen. Der christliche Moralist und Blogger Vitalij Marian hatte 2011 eine Liste von Personen veröffentlicht, die sich für die Rechte von LGBT und für eine antisdiskriminierende Gesetzgebung ausgesprochen hatten. Der Autor begleitete die Veröffentlichung mit Erklärungen, dass Homosexualität eine Krankheit sei und mit Pädophilie gleichzusetzen ist. Die Kläger hatten gefordert, die Liste als Aufruf zu Hass und Diskriminierung wegen sexueller Orientierung anzuerkennen und den Autor zu einer Entschädigung zu verpflichten. Das Gericht verpflichtete den Blogger zum Löschen der Seite und keine neue Veröffentlichung in dieser oder anderer Form vorzunehmen. Eine finanzielle Entschädigung wurde nicht verhängt, allerdings musste der Angeklagte die Verhandlungskosten tragen.

Übersetzung: Quarteera e.V.
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