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Metropolit Hilarion (Alfeev) unterstreicht Gefährlichkeit von gleichgeschlechtlichen Ehen

veröffentlicht um 18.10.2012, 13:50 von Regina Elsner   [ aktualisiert: 18.10.2012, 13:57 ]

Quarteera e.V. (18.10.2012) Bei einem Vortrag auf einer Konferenz an der Moskauer Staatlichen Universität warnte der Bischof der Russischen Orthodoxen Kirche die anwesenden staatlichen Vertreter: „...homosexuelle Partnerschaften, Geschlechtsumwandlungen – das sind Folgen einer staatlichen Politik, die sich vom Schutz und der Förderung traditioneller sittlicher Werte lossagt.“

Die Tagung stand unter dem Thema „Gegenwärtige Probleme der staatlichen Politik und Führung“ und ist eine der größten Konferenzen in der führenden Universität des Landes. Mehr als 200 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen nahmen an dem Vortrag teil. Im Konferenzprogramm finden sich nur 11 von 250 Vorträgen, die sich mit Themen der gesellschaftlichen Moral beschäftigen.

Nach Meinung des hohen Kirchenvertreters sollte der Staat seinen Bürgern nicht die Möglichkeit lassen „selbständig zu entscheiden, was eine Sünde und moralisch unzulässig sei, und was nicht.“ Genau diese Freiheit führe zu „einer ethisch indifferenten Gesellschaft ohne klare Orientierung zwischen Gut und Böse, Wahrheit und Lüge. Abtreibungen und Euthanasie als Recht der freien Entscheidung des Menschen über sein Leben und das Schicksal des Embryos, homosexuelle Beziehungen, Geschlechtsumwandlung - das sind Folgen einer staatlichen Politik, die sich vom Schutz und der Förderung traditioneller sittlicher Werte lossagt“ – so der Bischof.

Metropolit Hilarion ist Leiter des kirchlichen Außenamtes und gilt als der zweitwichtigste Kirchenvertreter nach dem Patriarchen. Am 16. Oktober eröffnete er den neu gegründeten Lehrstuhl für Theologie an der Nationalen Universität für Kern-Forschung und wurde zum Leiter desselben ernannt. Die Eröffnung wurde von Teilen der liberalen Gesellschaft als weitere Schritt zur Ausweitung orthodoxer Ideologie in Russland gewertet.

Bereits 2005, noch als Bischof von Wien und Österreich, erklärte Hilarion bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden der EU-Kommission Barroso, dass die Russische Kirche auf der „Unzerstörbarkeit der ehelichen Verbindung und der Sündhaftigkeit gleichgeschlechtlicher Praxis“ bestehen wird. Im Sommer 2011 rief der Metropolit bei einem Besuch in Ägypten Christen und Muslime auf, gemeinsam gegen „gleichgeschlechtliche Partnerschaften“ aufzutreten.

Auch bei seinem Auftritt vor der römisch-katholischen Bischofssynode in Rom in dieser Woche unterstrich Hilarion die Bedeutung der Zusammenarbeit von katholischer und orthodoxer Kirche für den Schutz der traditionellen Familie und der Ehe als Verbindung von Mann und Frau.


http://www.mospat.ru/ru/2012/10/17/news73157/

http://www.mospat.ru/ru/2012/10/17/news73373/

Übersetzung: Quarteera e.V.

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