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"KievPride-2013": "Marsch für LGBT-Gleichberechtigung" am 25. Mai

veröffentlicht um 01.05.2013, 11:35 von Regina Elsner   [ aktualisiert: 01.05.2013, 12:48 ]
Für den 25. Mai ist im Rahmen der "Kiev-Pride-2013" ein "Marsch der Gleichberechtigung" als öffentliche Menschenrechtsaktion für geplant. Im Unterschied zu vielen europäischen Gay-Paraden im Karnevals-Stil handelt es sich bei der geplanten Demonstration hauptsächlich um eine Menschenrechtsaktion mit der zentralen Forderung, die Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit zu achten.
Die "KievPride-2013" findet als internationales Forum-Festival in der zweiten Mai-Hälfte statt und umfasst eine Reihe kultureller und informativer Veranstaltungen.
"Entsprechend der ukrainischen Verfassung und der europäischen Menschenrechtskonvention ist die Regierung der Ukraine verpflichtet, die grundlegenden Freiheiten und Rechte aller Bürger zu schützen," so die Organisatoren. "Leider konnte die Regierung aber bis heute nicht nachweisen, dass sie bereit ist, die Rechte von LGBT zu schützen. Ziel unseres Marsches ist die Bekanntmachung dieser Situation und der Aufruf, diese Politik zu ändern."
Das internationale Forum-Festival wird geplant und durchgeführt mit Unterstützung gesellschaftlicher und Menschenrechtsorganisationen sowie einigen diplomatischen Vertretungen, u.a. die Botschaften von Großbritannien, Niederlande, Norwegen, USA und Schweden. Außerdem unterstützen führende internationale Menschenrechtsorganisationen die Veranstaltung, so Amnesty International, Freedom House und Human Rights Watch, die gleichzeitig ein Monitoring zu möglichen Menschenrechtsverletzungen während des Festivals durchführen wird.
"Die ukrainische Regierung hat den Wunsch nach Integration in die Europäische Union und eine Visa-Liberalisierung deklariert. Um dies zu erreichen müssen entsprechende Standards bei Schutz der Menschenrechte erfüllt werden, u.a. der Schutz von Minderheiten, auch von LGBT," erklären die Organisatoren.
In den vergangenen zwei Jahren wurden im ukrainischen Parlament vier Gesetzesprojekte verhandelt, die die Beschränkung der Grundrechte von LGBT vorsehen. Solche Gesetzesinitiativen wirken sich äußerst negativ auf den Prozess der Visa-Liberalisierung von Seiten der EU aus. "Indem wir dieses Festival organisieren machen wir auf uns aufmerksam und fordern die gleichen Rechte, wie sie für andere Bürger gelten. Wir alle sind Menschen und haben die gleichen Rechte," deklariert das Organisationskomitee der "KievPride-2013"
Partner der "KievPride-2013" ist die Stadt München, Partnerstadt Kievs und Landeshauptstadt von Bayern, wo öffentliche LGBT-Veranstaltungen seit vielen Jahren gute kulturelle Tradition sind. Unter anderem wird eine offizielle Delegation unter Leitung des Bürgermeisters der Stadt an der Veranstaltung teilnehmen.

Übersetzung: Quarteera e.V.
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