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Kazan: Eltern übergeben schwulen Sohn der Polizei

veröffentlicht um 30.06.2013, 23:08 von Regina Elsner   [ aktualisiert: 30.06.2013, 23:08 ]
In der russischen Stadt Kazan wurde ein schwuler junger Mann nach Einzelmahnwachen für LGBT-Rechte von seinen eigene Eltern der Polizei übergeben. Nachdem die Stadtverwaltung Kazan eine geplante Gay-Pride untersagt hatte und die Gay-Pride in St. Petersburg durch Gewalt überschattet war, hatte Dmitrij Isakow am 29. und am 30. Juni Einzelmahnwachen durchgeführt. An beiden Tagen wurde er festgenommen, am zweiten Tag kamen seine Eltern persönlich, um ihn der Polizei zu übergeben. Nach der Anmeldung der Gay-Pride waren die Eltern von Dmitrij von Ordnungshütern besucht worden, die ihm und seine Eltern erklärten, wie amoralisch und gefährlich Aktionen für die Rechte von LGBT seien.
Die Mahnwachen waren im Internet angekündigt und bereits im Vorfeld von Drohungen begleitet. Die Polizei gab keine Gründe für die Verhaftung an - Einzelmahnwachen sind grundsätzlich nicht genehmigungspflichtig. Die Polizeibeamten warfen ihm vor, dass er die Stadt im Vorfeld der studentischen Sportwettkämpfe "Universiade" verunglimpfen würde. Im Telefonat mit Journalisten beklagte Dmitirij, dass er keinerlei Unterstützung durch seine Eltern bekommt und berichtete von den eingehenden Drohungen gegen die geplanten Aktionen.

Übersetzung: Quarteera e.V.
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