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Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie in Georgien

veröffentlicht um 12.05.2013, 10:18 von Regina Elsner
Die georgischen Organisationen "Identichnost", "Unterstützer von Fraueninitiativen" und andere Menschenrechtsorganisationen werden am 17. Mai vor dem georgischen Parlament eine Flashmob durchführen. Die in Regenbogenfarben gekleideten Teilnehmer/innen werden ihren Protest gegen die Diskriminierung von Menschen mit nichttraditioneller sexueller Orientierung zum Ausdruck bringen. Zur Vorbereitung fand am 12.05. im Hotel "Radisson" ein Briefing statt. Nach Angaben der Organisatoren wurden 32 % von den Befragten einer Umfrage unter LGBT im vergangenen  Jahr Opfer von sexueller Gewalt, 89% Opfer von psychischer Gewalt, 56% Opfer von häuslicher Gewalt - viele von ihnen wurden aus der Familie ausgestoßen. Ausgehend von diesen Daten halten es die Organisatoren für notwendig, eine solche Aktion zum Schutz dieser Menschen durchzuführen. Ziel der Aktion sei es, die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf die Diskriminierung dieser Menschen zu lenken. Die Organisatoren rufen die Polizei auf, die Aktion zu schützen. Es ist möglich, das diplomatische Vertreter an der Aktion teilnehmen, um die dadurch ebenfalls zu schützen. Die Aktion wird außerdem von den Organisationen "Gerechte Wahlen" und der Assoziation junger Juristen beobachtet.
Gleichzeit fand vor dem Hotel "Radisson" eine Aktion mit dem Motto "Wr schützen die Moral" statt. Ca. 10 Personen protestierten gegen die Pressekonferenz im Hotel und gegen die für den 17. Mai geplante Aktion. Auf den Plakaten standen die Losungen: "Wir schützen die Moral", "Wir schützen die Rechte unserer Kinder", "Wir wollen kein Sodom und Gomorra", "Demokratie heißt nicht Unsittlichkeit". Die Protestierenden gaben an, dass sie gegen alles sind, was der Orthodoxie widerspricht, deswegen ist eine Aktion zur Unterstützung den LGBT nicht akzeptabel. Sie werden außerdem in den nächsten Tagen eine Plan vorlegen, wie sie am 17. Mai vorgehen wollen.

Übersetzung: Quarteera e.V.
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