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Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie 17. Mai

veröffentlicht um 09.05.2013, 05:33 von Regina Elsner   [ aktualisiert: 09.05.2013, 05:33 ]
Der "Internationale Tag gegen Homo- und Transphobie" wird auch in diesem Jahr von LGBTI-Aktivist/innen in Russland und in aller Welt mit den Rainbow-Flashmob begangen. 

In Berlin und Hamburg lädt Quarteera e.V. gemeinsam mit Partnerorganisationen wie dem LSVD Hamburg, Queeramnesty u.a. zum Regenbogen-Flashmob ein: in Berlin werden um 18:30 vor dem Club YAAM am Stralauer Platz 35, in Hamburg um 19:00 am Rathausmarkt bunte Luftballons in den Himmel gelassen - als Zeichen der Solidarität mit allen Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Gender-Identität Vorurteilen, Hass, Gewalt, Diskriminierungen oder Ignoranz, oder wie in Russland gesetzlicher Homophobie ausgesetzt sind. 

Auch in Russland wird es wieder einige Flashmobs in verschiedenen Städten geben. Allerdings ist im Gegensatz zu den vergangenen Jahren die Verunsicherung der russischen Community durch die gewachsene homophobe Stimmung im Land zu spüren - bisher sind vergleichsweise wenig Aktionen angekündigt, die meisten von ihnen ohne Ortsangaben.
In St. Petersburg war der Rainbow-Flashmob 2011 die zahlenmäßig größte öffentliche LGBT-Aktion in Russland - über 200 Teilnehmer ließen Luftballons steigen. 2012 führte die Aktion zu gewaltsamen Ausschreitungen durch nationalistische und orthodoxe Radikale - die Übergriffe warten bis heute auf eine strafrechtliche Verfolgung. In diesem Jahr warten die Organisatoren bisher auf die Genehmigung der Aktion durch die Stadtverwaltung. Parallel wird es eine Flashmob in dem russischen sozialen Netzwerk vkontakte geben: http://vk.com/idahotr.

In Moskau ist eine Luftballonaktion um 20:00 Uhr lokaler Zeit angekündigt. Der genaue Ort wird auf Nachfrage per Email bekanntgegeben um geplante Zusammenstöße mit homophoben Gegnern zu vermeiden. Angekündigt sind außerdem Aktionen in Samara und Chabarowsk

Für die ukrainische Stadt Saporischja ist bereits eine Demonstration von Gegnern von Homosexualität angekündigt. Die Organisatoren protestieren besonders gegen die Propagierung der Gleichwertigkeit homosexueller Beziehungen unter Minderjährigen und wollen ihre Kinder vor Homosexualität schützen. (http://www.nr2.ru/zaporozhia/437588.html)

Unter www.rainbowflash.org gibt es einen Überblick über die offiziell angekündigten Flashmobs in Deutschland und anderen Ländern.
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