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Gesetzentwurf zum Sorgerechtsenzug homosexueller Eltern zur Überarbeitung zurückgezogen

veröffentlicht um 20.10.2013, 22:56 von Regina Elsner
Das Gesetzprojekt über den Entzug des Sorgerechts aufgrund der nichttraditionellen sexuellen Orientierung wird noch einmal in das russische Parlament eingebracht, nachdem einige juristische Formulierungen überarbeitet wurden, teilte der Pressesprecher des Abgeordneten Aleksej Zhuravlev RIA Novosti mit. Das entsprechende Gesetz wurde im September erstmals vorgelegt und durch das zuständige parlamentarische Komitee für Familie, Frauen und Kinder zur Abstimmung als "verfassungsgemäß" zugelassen. Bis zum November sollten Änderungen und Korrekturen eingebracht werden. Am 19. Oktober wurde auf der Seite des Parlaments mitgeteilt, dass das Projekt zurückgezogen wurde. "Es wurde zurückgezogen für eine Überarbeitung, es werden juristische Formulierungen geklärt, und nach der Beseitigung einiger Punkte erneut dem Parlemant vorgelegt," so die Pressesprecherin des Abgeordneten Sofija Tscherepanowa. Sie unterstrich außerdem, dass die Überarbeitung des Gesetzes in keiner Weise mit einer Meinungsänderung des Abgeordneten zusammenhängt. "Die Begründung, die in dem Begleitschreiben dargelegt war, und dass, worauf das Gesetz abzielt - dass es keine Anwerbung von Kindern zur homosexuellen Orientierung Kinder durch ihre homosexuellen Eltern geben soll - diese Position hat sich nicht geändert. Wir haben ein Interesse, dass dieses Gesetz in jedem Fall verabschiedet wird," ergänzte Tscherepanowa. 


Übersetzung: Quarteera e.V.
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