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Gay-Parade in nordrussischer Stadt Syktyvkar genehmigt

veröffentlicht um 24.03.2013, 23:44 von Regina Elsner
In der nordrussischen Stadt Syktyvkar (Region Komi) hat die Stadtverwaltung die Durchführung einer Gay-Parade bewilligt. die Aktivisten der LGBT-Bewegung "Drugoj Vsgljad" (Anderer Blick) hatten die Veranstaltung am 18. März angemeldet. Die ursprünglich geplante Streckenführung über den zentralen Platz der Stadt wurde abgelehnt, allerdings eine Alternativstrecke vorgeschlagen, die nun von den Veranstaltern bestätigt werden muss. "Ich war positiv überrascht. Nirgends in Russland wurde eine Gay-Parade so leicht bewilligt. Das passiert zum ersten Mal in unserer Stadt und in unserem Land. Wir werden uns nun treffen, um die konkreten Schritte zu planen, aber ich kann jetzt schon sagen, dass es eine reine Menschenrechts-Veranstaltung wird, keinerlei wilden Tänze mit nackten Körperteilen. Alles wird nständig verlaufen. Wir nehmen Regenbogenfahnen, Plakate, überlegen uns kurze Reden", kommentierte Artem Kalinin, Sprecher von "Drugoj Vsgljad". Er sagte außerdem, dass mit Provokationen von nationalistisch-patriotistischen Bewegungen zu rechnen sei, etwa der Organisation "Grenze des Nordens" - ausdrücklichen Gegnern von allem, was mit Homosexualität zusammenhängt. Kalinin ist sich sicher, dass zumindest Tomaten und faule Eier geworfen werden, "vielleicht wird es auch Schlägereien geben." Es wurde Polizeischutz beantragt. Für die Parade werden ungefähr 50 Teilnehmer/innen erwartet.

Übersetzung: Quarteera e.V.
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