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Vorsitzender des Zivilgesellschaftsrates: „Propaganda von Homosexualität ist unmöglich“

veröffentlicht um 23.10.2012, 02:32 von Regina Elsner   [ aktualisiert: 23.10.2012, 04:49 ]

Quarteera e.V. (23.10.2012) Michail Fedotov, Vorsitzender des Rates für die Entwicklung der Zivilgesellschaft und für Menschenrechte beim Präsidenten der Russischen Föderation, äußerte sich gegenüber der Nachrichtenagentur "Neva24" zu dem skandalträchtigen Gesetz gegen "Propaganda von Homosexualität": „Mir gefallen diese Initiativen gar nicht, ich verstehe nicht, warum man für die Propaganda von Homosexualität unter Minderjährigen zur Verantwortung gezogen werden kann, und die Propaganda von traditionellen sexuellen Beziehungen gilt als normal. Ich persönlich kann das nicht verstehen“, so Fedotov in St. Petersburg, wo das Gesetz mit besonderem Eifer durchgesetzt wird. „Wir sollten uns einfach daran erinnern, dass unser Strafgesetzbuch eine ganze Reihe von Artikeln enthält, welche den Schutz der körperlichen Unantastbarkeit von Minderjährigen garantiert. Weder homo- noch heterosexuelle Propaganda ist möglich.“

Dies ist nicht die erste Äußerung, in der sich Fedotov kritisch gegenüber den Hass-Gestzen positioniert, die bereits in 8 Regionen Russlands in Kraft sind und für die föderale Ebene vorbereitet werden. In Interviews gegenüber den Radiosendern „Soboda“ und „Echo Moskvy“ unterstrich er ebenfalls diese Haltung. Michail Fedotov wird Mitte November am "Petersburger Dialog" in Moskau teilnehmen und dort gemeinsam mit Andreas Schockenhoff, CDU-Bundestagsmitglied und seit 2006 Koordinator des Auswärtigen Amtes für die deutsch-russische Zusammenarbeit, den Arbeitskreis Zivilgesellschaft leiten.

Quellen: http://www.neva24.ru/a/2012/10/22/Mihail_Fedotov_Duhovnos/

http://gay.ru/news/rainbow/2012/10/22-24601.htm

Übersetzung: Quarteera e.V.

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