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Demonstration gegen Diskriminierung von LGBT-Lehrer_innen in Moskau

veröffentlicht um 25.09.2013, 04:13 von Regina Elsner
Am 24. September nahmen ca. 15 Personen an einer Demonstration in Moskau teil, welche sich gegen die zunehmende Diskriminierung und Kündigung von Lehrerinnen und Lehrern in ganz Russland wandte. Zwei Personen wurden festgenommen, einer von ihnen hatte die Demonstranten mit faulen Eiern beworfen, der zweite Verhaftete hatte versucht, den Gegendemonstranten davon abzuhalten. Den 15 Demonstranten standen ca. 10 homophobe Gegendemonstranten gegenüber, welche mit Eiern warfen und die Demonstranten mit Cola überschütteten. 
Die Stadtverwaltung hatte die Demo zugelassen, welche als "Protest gegen die Kündigung von Lehrern aus nicht-professionellen Gründen" angemeldet worden war. Die Polizei forderte die Demonstranten mehrfach auf, Plakate mit den Worten "Homophobie" herunterzunehmen, da sie dem angemeldeten Thema nicht entsprächen. Die Organisatorin Elena Wolkowa, Mitglied der regionalen Gewerkschaft "Lehrer" weigerte sich jedoch und der Polizist griff nach mehreren Telefonaten nicht ein. Die Demonstranten wurden nach der Veranstaltung von der Polizei zur Metro begleitet, um sie vor homophoben Angreifern zu schützen. 
Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Gewerkschaft "Lehrer", dem "Marsch für Gleichberechtigung" und der "Rainbow-Association" durchgeführt. "Die Beamten verstecken sich hinter der Sorge um Minderjährige, aber in Wirklichkeit schadet das Gesetz in erster Linie den Jugendlichen selbst. Gruppen von ultrarechten haben faktisch das Recht bekommen, schwule Jugendliche zu erniedrigen und gewaltsam anzugreifen. Gleichzeitig haben Lehrer und Psychologen eigentlich kein Mittel mehr, um das Mobbing aufzuhalten und den Opfern zu helfen." - heißt es in dem Anschreiben der Organisatoren.



Übersetzung: Quarteera e.V.
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