news‎ > ‎

Belarus will Haftstrafe für Homosexualität wieder einführen

veröffentlicht um 15.06.2013, 08:34 von QUARTEERA.DE // QUEER auf Russisch
Das Parlament von Belarus plant, die Haftstrafen für Homosexualität wieder einzuführen. Das berichtet der "Belarussische Nachrichtendienst". Den Vorschlag wollen die Abgeordneten in der Sitzungsperiode im Herbst diskutieren. Demnach soll Homosexualität mit einer Haftstrafe bis zu 10 Jahren bestraft werden. Präsident Alexandr Lukaschenka hat sich mehrfach abwertend über schwule Männer geäußert. Während der Rede an die Nation 2013 erklärte er, dass es "in Belarus so etwas nicht geben wird, solange ich Präsident bin." Gleichzeit erklärte er, dass er gegenüber lesbischen Frauen tolerant ist, da an dieser Erscheinung die schwachen Männer schuld sind.
Nach anderen Quellen wird davon gesprochen, dass die Haftstrafen nur für schwulen Geschlechtsverkehr gelten sollen, Frauen wären von dem Gesetz nicht betroffen. Die Haftstrafe für Sodomie war im Strafgesetzbuch der UdSSR verankert, Geschlechtsverkehr zwischen Männern wurde durch Freiheitsentzug bestraft. Der Artikel wurde 1994 gestrichen.

Übersetzung: Quarteera e.V.
Comments