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Baltic-Pride in Vilnius durfte stattfinden

veröffentlicht um 28.07.2013, 06:15 von Regina Elsner
Am 24. Juli hatte ein litauisches Gericht endgültig entschieden, dass die Stadtverwaltung von Vilnius verpflichtet ist, den geplanten CSD im Zentrum der Hauptstadt zu genehmigen und entsprechend zu schützen. Das Gericht hatte unterstrichen, dass das Recht auf friedliche Versammlung ein fundamentales Recht in einer demokratischen Gesellschaft ist, welches man nur zum Schutz der öffentlichen Ordnung, und der Gesundheit und Moral der Bürger einschränken dürfe. Die Bestrebungen der Stadtverwaltung würden allerdings diesen Maßgaben nicht entsprechen.
Der Bürgermeister von Vilnius hatte nach der Gerichtsentscheidung die Genehmigung der Pride bestätigt, allerdings betont, dass die Stadt keine Verantwortung für den Schutz der Veranstaltung trägt. "Die liegt in der Verantwortung der Polizei. Ich will hoffen, dass die Parade zivilisiert, kultiviert und ruhig ablaufen wird. Zweifellos muss die Polizei die Risiken und Gefahren einschätzen und die Sicherheit garantieren."

Entsprechend dieser Entscheidung fand am 27. Juli die zweite Blatic-Pride in der Geschichte Litauens statt. Nach einer dreijährigen Pause kamen mehrere Hundert Menschen auf die zentrale Straße von Vilnius, protestierten für Gleichberechtigung und feierten. Im Umfeld der Pride wurden 28 Personen, unter ihnen ein orthodoxer Abgeordneter des Parlaments, vorläufig verhaftet, die Polizei schütze die Teilnehmenden während der Parade vor Übergriffen.
Der litauische Außenminister hatte seine Unterstützung für die Pride zum Ausdruck gebracht. Er sagte, dass die Veranstaltung nicht nur aufgrund der internationalen Verpflichtungen Litauens wichtig sei, sondern auch als Zeichen der Reife einer Gesellschaft.

Übersetzung: Quarteera e.V.
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