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Olympia-Solidaritäts-Abo der TAZ: kritischer Journalismus mit gutem Zweck

veröffentlicht um 21.01.2014, 05:16 von Regina Elsner
Die ganze Welt wartet auf die Olympischen Winterspiele in der südrussischen Stadt Sotschi am Schwarzen Meer. Sportliche Höchstleistungen und der Schaulauf politischer Promis lassen Medienherzen höher schlagen. Selten sind Olympische Spiele bisher aber auch mit so viel Kritik und kontroversen Diskussionen um die Rolle von Sport erwartet worden. Massive Menschenrechtsverletzungen, Korruption, Umweltzerstörungen – die Meinung, in wie weit so ein großes Sportereignis diese „Nebeneffekte“ im Austragungsland in den Blick nehmen oder gar darauf reagieren sollte, gehen auseinander. Quarteera e.V. hat sich gemeinsam mit anderen NGOs und Politiker_innen immer gegen einen Boykott der Spiele ausgesprochen und dafür plädiert, jede Gelegenheit zu nutzen, um die genannten Missstände beim Namen zu nennen, mit Akteuren zu sprechen, die Kameras auch auf die gesellschaftlichen Zustände in Russland zu lenken. Ob die deutschen Medien mit ihrer Olympia-Berichterstattung dieser Forderung nachkommen werden, bleibt abzuwarten. 


Schon jetzt kündigt allerdings die Berliner Tageszeitung TAZ an, die Spiele kritisch zu begleiten und ihre Leser_innen ausführlich auch über das Hintergrundgeschehen zu informieren. Während der Woche gibt es vier, am Wochenende sechs Sotschi-Sonderseiten, die von einem eigens für diese Veranstaltung zusammengestellten Redaktionsteam produziert werden.

Doch damit nicht genug: für die Zeit der Olympiade gibt es das Angebot eines Solidaritätsabos – fünf Wochen für 20 Euro, und davon gehen 10 Euro an Quarteera e.V. für die Arbeit des Vereins mit LGBTI-Flüchtlingen aus Russland und die Kooperationen mit russischen Menschenrechtsorganisationen. Ein solches Soli-Abo kann man ab jetzt auf den Seiten der TAZ bestellen: http://blogs.taz.de/hausblog/2014/01/17/olympisches-sport-politik-soli-abo-dabei-sein-ist-wirklich-nicht-alles/
Und wenn man die TAZ sowieso schon liest, kann man sie für die Zeit der Spiele ja an Menschen verschenken, die an einer umfassenden Olympia-Berichterstattung interessiert sind.

Quarteera e.V. dankt der TAZ für ihre Initiative!

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