организация русскоговорящих геев, лесбиянок, бисексуалов, трансгендеров и их друзей в Германии

Quarteera: "Aktiv für Demokratie und Toleranz"

veröffentlicht um 23.05.2016, 09:42 von Wanja K   [ aktualisiert: 23.05.2016, 11:14 ]

Migration
Unsere Arbeitsgruppe ASYL wurde  neben anderen Organisationen mit dem Preis "Aktiv für Demokratie und Toleranz" ausgezeichnet!


Die AG Asyl des Quarteera e.V. aus Berlin hat seit Dezember 2013 über 50 LGBT (Lesben, Gay, Bisexuelle, Transgender)-Asylsuchende in ganz Deutschland betreut und zahlreiche Anfragen zum Thema Asyl beantwortet. Das Angebot richtet sich hauptsächlich an russischsprachige Geflüchtete, deren Zahl in Deutschland stetig wächst. Die AG Asyl beugt mit ihren Angeboten einem Informations- und Unterstützungsmangel vor, indem Ehrenamtliche durch Workshops und Erfahrungsaustausch für die Betreuung der Geflüchteten ausgebildet werden. Die Ehrenamtlichen wiederum unterstützen Asylsuchende während des Asylverfahrens durch Beratung, Begleitung bei Behörden, Vermittlung von Kontakten zu Selbsthilfegruppen, LGBT-freundlichen Ärzten, Psychologen und Rechtanwälten. Der Verein übernimmt außerdem, so gut es die Spendenlage erlaubt, die Kosten für Sprachkurse. 

Die Geflüchteten sollen sich während des Asylverfahrens gut betreut und beraten fühlen und bei der Integration in die deutsche Gesellschaft unterstützt werden. Die AG betreut die Asylsuchenden bis sie ihren Lebensunterhalt selbst sichern können. Weiteres Ziel der AG ist die Sensibilisierung der zuständigen Behörden für die besondere Zielgruppe der LGBT-Geflüchteten.


Hier findet ihr die häufig gestellten Fragen und Antworten zum Thema Asyl, die wir in Zusammenarbeit mit LGBT-Flüchtlingen und Anwälten vorbereitet hatten.


Wir danken allen Menschen in Quarteera´s Gruppe ASYL, die oft unter großer psychischer Belastung ihre Zeit, ihre Kompetenz, ihre ihr großes Herz in diese Arbeit reinbringen. Leider führt das immer wieder auch zu burnout´s.

Wir danken allen Unterstützer_innen.


Wir danken dem Jury des Bündnisses für Demokratie und Toleranz (buendnis-toleranz.de) und gratulieren allen anderen Gewinner_innen.


Die finanzielle Unterstützung (Anwälte und Sprachkurse) können wir den geflüchteten russischsprachigen LGBTIQ-Menschen nur dank euren Spenden anbieten. Danke allen Menschen, die spenden! Hier könnt ihr das gerne tun -

http://www.quarteera.de/Spenden-sind-willkommen


Neuer Vorstand

veröffentlicht um 05.11.2015, 15:10 von Wanja K   [ aktualisiert: 05.11.2015, 15:42 ]

Der neue Quarteera-Vorstand zeigt sich harmonievoll und arbeitswillig.

Ein Paar Farbfotos von der letzten Quarteera-Vollversammlung in Berlin am 24.10.2015. 

Ein neuer Vorstand wurde gewählt, hier werden alle presentiert – www.quarteera.de/wir
Artem und Iryna sind gegangen, Marina und Gala sind dazu gekommen. (Hört sich wie eine Fernsehserie an). 
Wir werden nicht müde, Artem zu danken, der sich fast 5 Jahre lang gewissenhaft und liebevoll um unsere Finanzen, LGBT-Flüchtlinge, Quarteera-Mitglieder und etliche Quarteera-Projekte gekümmert hat. Wir danken Iryna für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Vernunft und Freundlichkeit. Sie haben den Vorstand und den ganzen Verein aufs Beste geprägt und hohe Massstäbe gesetzt. Wir begrüßen Marina und Gala recht herzlich auf dem neuen Posten und freuen uns auf eine schöne und produktive Zeit zusammen. 

Wir danken uns selbst – sprich allen 82 Q-Mitgliedern, die ehrenamtlich so viel auf die Beine stellen. 
Allein unsere ASYL-AG hat bisher über 50 russischsprachigen LGBTIQ-Geflüchteten mit Rat und Tat geholfen - sei es Dolmetschen, Beraten, Behördengang, Wohnungssuche, Kontaktvermittlung, uva. 25 von ihnen konnten wir finanziell unterstützen - Anwält_innen, Reisekosten, Sprachkurse usw bezahlen. Unsere Aufklärungs-AG hat eine eigene Broschüre auf Russisch herausgegeben - "Mythen und Fakten über Homo- und Bisexualität", diese und viele anderen Bröschüren an Hunderte Interessierten verteilt und per Post verschickt. Wir danken unserem glorreichen Q-Fussball-Team (Weltmeister der Herzen!), unserer AG-Freizeitgruppe (die die Q-Welt im Innersten zusammenhält) und der AG-Übersetzung (ohne sie sind wir verloren!). Wir danken allein Mitgliedern, die Interviews gegeben, Konferenzen besucht, Vorträge gehalten, Workshops durchführen. Wir danken der Film-AG ("Babuschka calling!" rules!!). Das alles wiederum wäre nicht möglich ohne euch, ohne die Menschen, die uns so freundlich mit Spenden unterstützen und uns über Wasser halten. Danke euch!!! Und ein extra Dank gilt allein unseren Partner-Organisationen, die hier zu erwähnen einfach nicht möglich wäre! 
So ist aus einer einfachen Beschreibung der Fotos eine Oscar-Dankesrede geworden. Sei´s drum. Danke allen, die das zu Ende gelesen haben.






Italiano

veröffentlicht um 07.05.2015, 00:34 von Wanja K

Дорогие подруги и друзья,

в план нашей Freizeitgruppe на этот месяц входит просмотр фильма Мамбо Итальяно.
http://www.kinopoisk.ru/film/10933/
Некоторые были в этот понедельник на мюзикле, в основе которого лежит именно эта история. Carusselo Italiano
Я тоже была и мне очень понравилось. Это был финальный показ, но в октябре будет открытие нового сезона - так что всем советую.

Просмотр фильма состоится в LSVD (Berlin, Kleiststr. 35) в эту пятницу 8го мая в 19 часов.
Приходите все, зовите друзей.
Если кто-то хочет помочь в настройке оборудования, подготовке или же просто прийти пораньше - мы Вас ждем в 18 30.

Буду рада видеть как можно больше людей,
до пятницы и всем хорошей недели.

Лиза
Quarteera

Qвартира на фестивале L-beach

veröffentlicht um 28.04.2015, 05:35 von Wanja K


На прошедших выходных (23.-26.04) уже в шестой раз прошел L-beach Festival. Около 4000 женщин собрались на берегу Балтийского моря, чтобы праздновать, танцевать, смотреть фильмы, принимать участие в различных мастер-классах и просто насладиться обществом друг друга. Quarteera была приглашена фондом filia представить на фестивале совместный проект – фильм « Probier doch selber oder Babushka calling“ . Фонд filia получит главный приз фестиваля за поддержку женщин, а мы были примером удачного проекта, профинансированного фондом. Участницы Quarteera были так же приглашены на сцену вместе с представительницами фонда и рассказали можно сказать многотысячной публике о работе квартиры и проекте.



Также была возможность разложить информационные материалы Quarteera на столе Фонда filia, так что у нас там был свой стэнд. Мы рассказывали о фонде и о квартире не покладая языка, пообщались со многими интересными людьми и завязали пару контактов для совместных проектов.

Также была озвучена возможность показа нашего фильма на фестивале в следующем году.

Фестиваль обладает потрясающей атмосферой праздника и активизма, поэтому нам удалось, несмотря на интенсивную работу, отлично провести время и попраздновать жизнь в компании множества лесбиянок! 



Фильм « Probier doch selber oder Babushka calling“ объединил в себе личные истории девушек из Quarteera и рассказывает о многогранности идентичности. Работая со стереотипами, фильм показывает что это значит идентифицировать себя как женщина, мигрантка, лесбиянка, а так же показывает каминг аут как каждодневный процесс.

Qвартиру на фестивале представляли Faina Gattarov, Liza Zinovyeva, Iryna Stepanska 

Сайт фонда filia ohnemaedchenohnemich.de
Сайт фестиваля l-beach.com

11

veröffentlicht um 28.04.2015, 02:08 von Wanja K   [ aktualisiert: 28.04.2015, 02:50 ]

11 from Quarteera on Vimeo.

Wir sind sehr froh euch dieses bewegende und schöne Video vom Künstler und Quarteera-Mitglied Mischa Badasyan vorzustellen. Im Rahmen seines Projekts SAVE THE DATE trifft sich Mischa jeden Tag mit einen neuen Mann, 365 Tage lang. Die Geschichte eines dieser Männer, der sich mit 11 Jahren das Leben nehmen wollte, bewegte Mischa dazu dieses Video zu drehen. Auf eine sehr persönliche und poetische Weise verarbeitet darin Badasyan solch schwierige Themen wie Selbstmordgedanken, Einsamkeit und innere Kraft.
In Kooperation mit Quarteera e.V.


11

Mischa Badasyan currently works on his performance piece called SAVE THE DATE. Every day he meets someone new and so for the whole year. In December he dated B., a young student from Berlin. His story touched Mischa a lot – at the age of 11 B. tried to commite suicide by jumping out of a window. At the time his parents were divorced and he was staying with his mother who had to work at three different jobs to feed the family. B. was feeling guilty for that and because he loved his mother, he decided to help her, to reduce the pressure and stress. One day he was totally alone. Mother went to work, B. skipped school B. Skiped the school and stayed at home. At one point he made a decision to jump out of the window. But before to take his last step the wanted to say goodbey to his mother. So he stood on the window sill and took the phone to call mother. She was working in the hospital. As the phone rang her colleagues quickly asked her to come over. The talk on the phone lasted more than 30 min. While speaking to his son mother managed to call on the other line to the grandfather to save kid. Somehow grandfather came ontime and grabbed B.from the window down. He was saved.

B.is 26 years old now, he is living and studying in Berlin.


poem by Mischa Badasyan


Город незнакомый

никого никого

и только ступени, 

которые ведут наверх


Я закрою окно

Я закрою окно

за собой

за собой


Слова проглатывает темнота

глаза слепнут

город в моих ногах

страх и пустота

я на краю

высота не пугает

мой шаг — это боль

ступени и тишина

крыша


Я закрою окно

Я закрою окно

за собой

за собой


Я ушел,

закрыв окно

кто-то постучал,

а там только свет

я ушел со светом,

погасив боль


director of photography Anne Kathrine Bindesbøll

photography by Maike Schäfer und Vivien Kyra

performer Alex

assistance Nicole Banowetz, Frank Pingel, Ina Maier

music Daniel Siegmund

editing Mischa Badasyan

co-editing Lucas Levon

video produced in cooperation with QUARTEERA e.V.

www.quarteera.de/

thanks to Miss Moon and Plateau Gallery

Transsib-Party am 14.2 in Berlin

veröffentlicht um 11.02.2015, 00:51 von Wanja K

https://www.facebook.com/events/827459863962021

Unsere Freunde veranstalten am 14.Februar in Berlin eine lesbisch-schwule Party mit russischem Pop&Trash - „TRANSSIB: NOSTALGIA“. In der Einladung steht: "Als Ehrengast begrüßt NataSCHa alle Tanzmutigen mit einem Willkommensgetränk und die Musik von DJ CHRISARS lässt keinen in der Ecke stehen" Na dann. Lasst es Krachen, Mädels!
https://www.facebook.com/events/827459863962021

ЛГБТ-активисты из России провели учебную неделю в Берлине

veröffentlicht um 13.11.2014, 01:21 von QUARTEERA.DE // QUEER auf Russisch   [ aktualisiert 13.11.2014, 02:08 von Wanja K ]


«Больше терпимости к квир-образу жизни», – под таким девизом со второго по восьмое ноября 2014 года в Берлине прошел недельный обучающий тур для активистов из России. Среди 12 участников мероприятия были как самые опытные специалисты, за плечами которых лежат первые общественные ЛГБТ-проекты и акции еще в СССР, так и те, кто активно выходит на улицы и в сеть сегодня.

Основной целью программы, проведенной общественной организацией «Немецко-русский обмен» (DRA), стало знакомство немецких и русских специалистов и разработка программы совместной работы на ближайшие несколько лет.

За неделю российская группа в сопровождении немецких коллег посетила главные ЛГБТ-организации Берлина: Лесбийско-Гейское общество (Lesben- und Schwulenverband)Немецкий и Берлинский центры СПИД-Помощи (Deutsche AIDS-HilfeBerliner AIDS-Hilfe), Консультационный Гей-центр и Лесбийский центр (Schwulenberatung, Lesbenberatung), ЛГБТ-издательство «Колонна Победы» (Siegessäule), спортивное объединение для геев «Прелюдия» («Schwuler Sportverein Vorspiel»).

У российских активистов была возможность задать прямые вопросы политикам, работникам социальных организаций и адвокатам и увидеть, на какие средства живут и с какими трудностями сталкиваются немецкие ЛГБТ-объединения. Также русская группа узнала, как в Берлине работают с ЛГБТ-молодежью (организация «Лямбда»), и зашла в гости к пожилым геям, проживающим в специальном социальном комплексе «Дом разнообразия».

Штефан Mенерт, один из основателей Воскресного ЛГБТ-Кафе-Клуба (Sonntagsclubподелился с российскими активистами опытом организации групп взаимопомощи.

Бурная дискуссия о проблемах дискриминации в России и возможных путях их решения разгорелась на встрече с работником сената по женским и интеграционным вопросам Департамента по борьбе с дискриминацией Флоренцио Чикоте.

В ратуше Шарлоттенбурга российская группа встречалась с депутатом Бундестага от партии «Зеленых» открытым геем Фолькером Беком.

Еще один любимый лгбт-сообществом политик, бургомистр района Шарлоттенбург-Вильмельсдорф Райнхард Науманн, устроил прием активистов из России у себя в кабинете. Открытый гей рассказал о том, как развивать толерантность в обществе и как он лоббировал предложение вывешивать над всеми ратушами Берлина радужные флаги в дни проведения Европрайда.

Конечно, не обошлось и без посещения культовых гей-баров Берлина, экскурсии по кварталу Ноллендорфплатц и участия в открытии выставки австралийского фотографа Майкла Эндрю «Boys of St. Petersburg» в гей-музее (Schwules Museum).

Круглые столы, дискуссии, тренинги, работа в малых группах – итогом недельного визита российских ЛГБТ-активистов стал концепт нескольких проектов, которые планируется реализовать в России уже в следующем году. Надеемся, что новости об этом появятся в самое ближайшее время.


Автор: Юлия Гринева

Фото: Евгений Сорокоумов













„Nicht ohne meine Freundin“ – Abschiebung nach Polen verhindern!

veröffentlicht um 30.05.2014, 04:25 von Regina Elsner   [ aktualisiert 02.06.2014, 04:45 von Wanja K ]

M. (25) und S. (29) flohen Ende 2013 aus ihrer Heimat Kirgisistan. Ihr Leben als lesbisches Paar machte ihr Leben zur Hölle, die alltäglichen Diskriminierungen gipfelten in mehrfachen gewaltsamen Übergriffen auf der Straße, Verfolgung bis in die eigene Wohnung, Vergewaltigung und blankem Hass. Einen Ausweg sahen sie nur in der Flucht – Deutschland erschien ihnen als das Traumland: hier dürfen lesbische Frauen frei leben, ohne Angst gemeinsam durch die Straßen gehen, sie können heiraten, Kinder bekommen und gemeinsam als Familie leben. So auf jeden Fall der Eindruck, den sie per Internet bekamen. Sie ließen alles zurück, um ohne Bedrohung zusammen leben zu können.

Die Hürden der berühmten deutschen Willkommenskultur begannen bereits in der deutschen Botschaft in Bischkek: sie könnten gern das Geld für die Beantragung zahlen, aber als „alleinstehende“ junge Frauen hätten sie keine Chance auf ein deutsches Visum, sagte man ihnen bereits am Eingang. Also wichen sie auf die polnische Botschaft aus und reisten schließlich über Polen nach Deutschland ein. Beim Asylantrag in Deutschland gaben sie an, ein Paar zu sein. Dennoch sollten sie in getrennten Flüchtlingsheimen untergebracht werden, das konnte nur in letzter Sekunde durch Intervention bei der zuständigen Bezirksregierung verhindert werden.

Eine andere Angst begleitete sie jedoch jeden Tag: weil sie zwangsläufig über Polen eingereist waren (und diese Tatsache an keiner Stelle verheimlichten), ist Polen nach den Vorschriften des Dublin-Abkommens für ihren Asylantrag zuständig. Die Situation von LGBT-Flüchtlingen in Polen ist alarmierend, eine Ausweisung der beiden in das polnische Asylsystem würde ohne Frage eine weitere Traumatisierung der ohnehin stark traumatisierten jungen Frauen verursachen. In Polen hat noch keine Frau aufgrund der Verfolgung wegen ihrer lesbischen Orientierung Asyl erhalten, nur ein schwuler Mann aus Uganda. Laut Angaben der Anwältin erfüllen beide Frauen die Bedingungen, um in Deutschland Asyl zu bekommen – in Polen bestehen berechtigte Zweifel, wie polnische Menschenrechtler mitteilen. Deutschland hat die Möglichkeit, in Einzelfällen eine Überweisung in das Einreiseland zu verhindern, indem es den Fall selbst übernimmt. Das liegt im Ermessen des Bundesamts. Für M. und S. wurde diese Möglichkeit trotz Nachfrage ihrer Anwältin nicht genutzt.

Die zuständige Mitarbeiterin der polnischen Behörden teilte schließlich mit, dass in Polen für die beiden Frauen wunderbare Bedingungen herrschen und sie gerne das Verfahren übernehmen. Auch ein Eilantrag der Anwältin, die Entscheidung über die Überstellung nach Polen aufgrund der erschwerten Bedingungen für homosexuelle Flüchtlinge dort zu überprüfen, wurde vom Gericht abgelehnt. Besonders dramatisch an der Situation ist: der Überstellungsbescheid kam bisher nur für eine – somit droht die Trennung von den beiden. Weder ihre Anerkennung als Familie im polnischen Asylverfahren, noch die Möglichkeit, weiterhin gemeinsam untergebracht zu werden, können garantiert werden. Die Trennung, vor der sie geflüchtet sind und die für sie nach eigenen Aussagen die größte Katastrophe ihres Lebens wäre, wird also nun vom Bundesamt selbst vollzogen?

Nun liegt die ganze Hoffnung der beiden Frauen auf einer Handvoll AktivistInnen – ihrer engagierten Anwältin, Quarteera e.V., Rubicon e.V., den Wirtschaftsweibern in NRW, der lokalen evangelischen Kirchgemeinde... Eine Petition an den Landtag von NRW ist fertig (bitte unterzeichnen - https://www.openpetition.de/petition/online/ueberstellung-von-fluechtlingspaar-nach-polen-verhindern), Kirchenasyl könnte eine letzte Rettung sein. Jede Unterstützung ist willkommen!

 

Flüchtlingsarbeit von Quarteera e.V.: Verlorene Illusionen

Quarteera e.V. hat in den letzten Monaten vermehrt homosexuelle Flüchtlinge aus Russland und ehemaligen Ländern der UdSSR begleitet und beraten. Der Glaube in ein angemessenes Asylverfahren ist bei allen, die sich damit beschäftigen, verflogen: die Rechte, die in der „großen Politik“ erkämpft werden, und die vollmundigen Solidaritätsbekundungen deutscher Politiker gelten für Flüchtlinge, deren einzige Hoffnung unsere Demokratie ist, nicht. DolmetscherInnen und MitarbeiterInnen des Bundesamts wissen oft selbst nicht, was Homosexualität ist, welche Begriffe dafür verwendet werden, erst recht nicht, unter welchen Bedingungen homosexuelle Menschen in anderen Ländern leben müssen. „Sprachmittler“, die während der Anhörung die Geschichten der Flüchtlinge übersetzen, sind überfordert mit den Tatsachen, nicht selten bringen sie die homophoben Vorurteile mit, vor denen die Flüchtlinge geflohen sind. Die Anhörungen können deshalb zusätzlich demütigend für die Flüchtlinge sein, auf jeden Fall behindern die Sprachhürden eine korrekte Widergabe der Fluchtursachen. In den Flüchtlingsheimen sind homosexuelle Flüchtlinge aus allen Ländern mit der teilweise aggressiven Homophobie anderer Flüchtlingen konfrontiert. Die Mitarbeiter der Unterkünfte sind überfordert, auch ihnen fehlen oft Grundkenntnisse über Homosexualität und Homophobie. Dass homosexuelle Paare, die gemeinsam geflüchtet sind, als Familie behandelt und bearbeitet werden, grenzt an ein Wunder. All diese Tatsachen, mit denen die ehrenamtlichen HelferInnen von Quarteera konfrontiert wurden, lassen keine Illusionen übrig: Der deutsche Umgang mit Flüchtlingen ist auch für homosexuelle Menschen aus Osteuropa unmenschlich und zynisch.


Text: Regina Elsner

Foto: Xenia Gromak (c)

Kontakt: info @ quarteera.de

Jennifer Rostock unterstützt Quarteera

veröffentlicht um 10.04.2014, 13:52 von Wanja K

https://www.facebook.com/jenniferrostock/photos/a.492835021009.270797.11048586009/10151959265836010/?type=1


Oh, danke, danke, danke!
Wir erleben gerade eine Welle der Solidarität!

Am 18.April - gibt JENNIFER ROSTOCK ein SOLI KONZERT im SchwuZ zugunsten von Quarteera.

Du bist nicht allein - Ты не один!
JENNIFER ROSTOCK

Es gibt keine Karten mehr im VVK. Jedoch noch ca. 200 Karten an der Abendkasse. Der frühe Vogel ergattert das Ticket

Gegründet 2007 in Berlin, sind Jennifer Rostock vor allem durch ihren Hit "Kopf oder Zahl" bekannt, mit dem sie 2008 am Bundesvision Song Contest teilnahmen und den 5. Platz erreichten! Seit Januar 2014 ist ihr neues Album auf dem Markt "Schlaflos".

Einlass: 20:30 Uhr
Konzertbeginn: 21:00 Uhr
Eintritt: 20 Euro
Event -https://www.facebook.com/events/460003197465676/

Themenabend 11. April

veröffentlicht um 08.04.2014, 09:41 von QUARTEERA.DE // QUEER auf Russisch   [ aktualisiert: 08.04.2014, 13:07 ]

Привет квартирантам!
После довольно долгой паузы продолжаем наши беседы!

На этот раз будем говорить на тему "роль одежды в формировании самоидентификации и позиционировании в обществе". Будем рады обмену и живой дискуссии. Приносите свои примеры на эту тему.

Встречаемся перед LSVD, на Kleiststrasse 35, в 19:00, в эту пятницу 11 апреля, и пойдем посидим в каком-нибудь кафе.

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